made by Zurich

Stadt, Land, Schluss: Das Vallée de Joux, ein völlig abgeschlossenes Hochtal im Schweizer Jura, das Tal der Uhren genannt, hat seine Entsprechung in Zürich – die Tödistraße und da das Haus mit der Nummer 48. Dort ist das Atelier – das pumpende Herz – der Zürcher Uhrenmarke Maurice de Mauriac. Gründer, Inhaber und Patriarch der Familie Dreifuss, Daniel Dreifuss, sitzt dort am langen Tisch seiner „Tischuniversität“, mitten im Atelier, für jeden Kunden erreichbar und kuratiert aus hunderten Material- und Verarbeitungsproben, ein neues Detail für seine Uhrenkollektion.

Als Ex-Banker, der mal vor über 25 Jahren in New York tätig war, schätzt er Zürich, das New York der Schweiz, wie kaum ein anderer. So hat er es zur Passion werden lassen, was immer er braucht, um seine Ideen umsetzen zu können, zuerst in Zürich zu suchen. Und er wird sehr oft fündig. Überraschend oft. Für Dreifuss und seine Söhne Leonard und Massimo ist diese Konzentration auf Zürich keine romantische Begrenzung, sondern Ausdruck des Dankes an die Stadt, die mit ihrer cosmopoliten Art der Swissness eine zuverlässig aufregende Inspirationsquelle ist.

Die Liebe zu, das Leben in und das Arbeiten mit Zürich ist ein ausgewogener Prozess des Gebens und Nehmens. Erst wenn Zürich mit seinem unfassbaren Potenzial nicht geben kann, was Dreifuss braucht, weitet er seinen Blick auf die gesamte Schweiz. Dreifuss und seine Söhne, die maßgeblich die Marke Maurice de Mauriac mitprägen, lieben es, Handwerker und Dienstleister persönlich zu treffen, in intimen Prozessen Aussergewöhnliches zu schaffen und dies dann auch zusammen genießen zu können. Das hält sie aber nicht davon ab, auch mal nach Italien, Frankreich oder in andere europäische Länder zu schauen und zu reisen, wenn das für die Qualität der Umsetzung ihrer Ideen unumgänglich ist. Daniel Dreifuss ernst und bestimmt dazu: „Stadt, Land, Schluss ist der Wunsch nach Intimität für uns und unsere Marke, der aber nie über dem Wunsch steht, die beste Lösung für eine Idee zu bekommen.“ Und fragt man seine Söhne, ist diese Haltung auch in der nächsten Generation gelebte und geliebte Realität.

„Das beutet aber nicht, dass wir Weihnachten nicht wieder nach Polen fliegen, weil wir da einen leidenschaftlichen Handwerker gefunden haben, der eine unserer Ideen auf die beste Art und Weise umsetzt.“ Massimo Dreifuss weiß ein schönes Lied auf die Leidenschaft seines Vaters für das Besondere und für Qualität zu singen. Doch im nächsten Moment geht die Tür auf, ein Lieferant, der nur ein paar Straßen weiter arbeitet, steht in der Tür und kommt mit dem neusten Muster vorbei. Espresso dampft, man sitzt an der Tischuniversität, fachsimpelt und die Uhrmacher hinter der transluzenten Wand zur Werkstatt setzen schon um, was gerade noch das Muster einer Idee war.